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Wie können die so günstig sein?
Noch
vor wenigen Jahren war Fliegen ein teures Vergnügen. Heute muss ein Flug nicht mehr als
20-50 Euro kosten. Wie geht das und wie unterscheiden sich Billigflieger von
gewöhnlichen Linienairlines wie Lufthansa?
Getreu dem Motto No
Frills (Kein Schnickschnack) sparen die Gesellschaften zunächst bei den Extras:
Keine Gratiszeitung, keine Getränke, Verpflegung nur gegen Aufpreis. Weiterhin sind die
Aufenthaltszeiten an den Flughäfen sehr kurz. Auch wird viel Geld an den Reisebüros
gespart: Durch die Internetbuchung entfällt die gängige Vermittlungsprovision.
Von wo fliegen?
Generell gibt es auf fast allen deutschen Flughäfen Billigflug-Angebote, wenn
auch teils mit Umsteigen. Köln-Bonn und Berlin-Tegel sind die Dreh- und Angelpunkte der
Giganten Germanwings und Air Berlin. Beide Flughäfen liegen city-nah und sind mit
Shuttles, Taxi, Bus & Bahn sehr gut erreichbar.
Wann buchen?
Buchen Sie so früh wie möglich (am besten drei Monate vor Reiseantritt). Nur dann kommen
Sie auch an die billigsten Tickets heran. Durchschnittlich 15 Prozent der Plätze werden
zum günstigsten Tarif verhökert. Danach ziehen die Preise an - je nach Buchungszahl und
Konkurrenz auf der Strecke.
Wo buchen?
Buchen Sie Billigtickets in jedem Fall im Internet. Wer im Reisebüro bucht, zahlt bis zu
acht Euro zusätzliche Gebühren. Anrufe in den Call-Centern der Discountlinien sind
kostenpflichtig, für telefonische Buchungen werden ebenfalls Gebühren erhoben.
Angebot und Nachfrage
Die größte Nachfrage nach Billigtickets gibt es zwischen freitags und montags
sowie an Feiertagen. Dementsprechend gibt es dann auch höhere Preise. Diese Flugtage
sollten Sie meiden.
Verpflegung
Essen Sie vor dem Abheben so viel, dass Sie während des Fluges keinen Hunger
bekommen. Getränke und Snacks lassen sich das Gros der Billigflieger wie erwähnt
fürstlich bezahlen, da kostet ein Frühstück schnell mehr als das Ticket.
Selbstverpflegung wird nicht gern gesehen und ist bei manchen Anbietern gar verboten.
Gepäck
Erkundigen Sie sich akribisch über die Beförderungsbedingungen fürs Gepäck.
Ryanair erlaubt maximal 15 Kilogramm für aufgegebenes Gepäck (Handgepäck sieben Kilo).
Für jedes weitere Kilo müssen Sie sechs Euro berappen. Bei Hapag-Lloyd-Express wird
Sportgerät mit 25 Euro pro Strecke berechnet und muss vorher angemeldet werden.
Erstattung bei Überbuchung?
Wie unter anderem die Verbraucher-Zentrale NRW erklärt, existiert auch für Billigflüge
mit einem Billigflieger bei Überbuchung der Anspruch auf Erstattung des Flugpreises oder
einen anderen Flug in zeitlicher Nähe. Außerdem hat der Kunde einen von zurückgelegter
Strecke und Dauer der Verspätung abhängigen Anspruch auf Schadensersatz, der sich
zwischen 75 und 300 Euro bewegen kann.
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